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Steppender Hahn im Korb der Tanzfabrik

Die Dieburger Dance Company ist mit ihren 160 Mitgliedern ein "echter Selbstläufer"

Dieburg (jd) - Ihre Namen klingen fast so gut, wie ihre Tänze dem Auge gefallen: "Bailadoras" oder "Nightlights" heißen zwei der insgesamt neun Gruppen der Dance Company Dieburg. Was beinahe schon nach einer Firma klingt, in der Tänze regelrecht "produziert" werden, ist bei genauerem Betrachten ein - eingetragener - Dieburger Verein in seiner vorzeigbarsten Form: 160 Mitglieder hat die Dance Company, fast alle schwingen aktiv das Tanzbein. "Unsere Angebote sind echte Selbstläufer", sagt Daniela Schmidt, angehende Trainerin, die schon länger dabei ist, nun vom Verein auch die offizielle Grundausbildung "Gymnastik, Rhythmus, Tanz" gesponsert bekommt, um ihre Tanzexpertise noch fundierter weitergeben zu können.
"Das ging bei uns wahrlich explosiv voran", pflichtet auch Silke Klotz bei. Die 45-Jährige ist Vorsitzende der Dance Company Dieburg, startete 1997 mit fünf weiteren Personen. "An Nikolaus diesen Jahres wurden wir offiziell ins Vereinsregister eingetragen", erinnert sich Klotz. Zuvor hatte die sportliche Frau mit den langen blonden Haaren beim TV Dieburg trainiert, ihre dortige Gruppe folgte ihr auch in den neuen Verein. Die ersten Presseberichte taten ihr Übriges, dass sich die Dance Company rasch vergrößere", so Klotz. Mittlerweile könne man wegen der Nachfrage nur noch begrenzt Leute aufnehmen, habe Tänzerinnen auch schon in andere Gruppen im Verein abgeben müssen.

Den "Spaß am Sport" vermitteln und Kinder von der Straße holen" nennt die Dieburgerin als zwei der Beweggründe, warum sie sich mitsamt ihrer sechs Vereinstrainer - Silvia Enders, Marleen Schledt, Daniela Thomas, Diana Remniceanu, Jürgen Petter und eben Daniela Schmidt - ehrenamtlich dafür engagiert, dass bei ihr Mädchen, weibliche Jugendliche und Frauen das Tanzen lernen. "Jungs hatten wir auch schon dabei, die hören meist aber mit acht oder neun Jahren auf und fangen an, Fußball zu spielen", berichtet Klotz lachend. Jürgen Petter ist damit der Hahn im Korb bei der Dance Company - und mit seinem Angebot ein spezielles Aushängeschild des Vereins: Petter gibt Unterricht im Stepptanz, und rund 20 Frauen in einer Anfänger- und einer Mittelstufengruppe wollen das aktuell bei ihm lernen. "Den Mann sollen Sie sehen, der ist super", schwärmt Vereins-Chefin Klotz von Petter. Mit "Tap Angels" haben sich die Stepptänzerinnen natürlich auch den passenden Namen gegeben.

Die Küken im Verein sind unterdessen die "Sternchen": Vier bis sechs Jahre alte Mädchen tanzen hier bereits zusammen. Die "Moonlights" sind sieben und acht Jahre alt, die "Tweetys" zwischen neun und elf. Die jungen Damen der Gruppe "Impulse" haben bereits zwölf bis 14 Lebensjahre hinter sich. Weitere Teenie-Gruppen sind die "Bailadoras" (15 und 16 Jahre) sowie die "Flash-Lights" (16 und 17 Jahre). Bei den "Nightlights" sind Frauen über 40 zugange, ganz neu gibt es die Gruppe "Just for fun dancing" für den weiblichen Nachwuchs im Alter von zwölf bis 16 Jahren. Auch aus Reinheim, Münster, Otzberg und Darmstadt kommen die Vereinsmitglieder, der Löwenanteil indes besteht aus Dieburgerinnen. Mit Horst Mann sei es wieder ein Dieburger gewesen, der dem Verein in seiner Anfangszeit wichtige Unterstützung gab: Der Hausmeister der Marienschule trug dazu bei, dass die Dance Company in der dortigen Halle zuerst tanzen konnte. "Er war immer freundlich und hilfsbereit, ganz wichtig für uns", lobt Klotz.

Heute tanzen die Gruppen in der Sporthalle der Goehteschule: "Eigentlich bräuchten wir eine Trainingsfläche von 16 auf 16 Meter, das gäbe es in Dieburg allerdings nur in der Ballsporthalle der Schlossgartenhalle", sagt Klotz. Da habe man aber "keine Chance, reinzukommen" - entsprechend müsse man sich im Training mit weniger Raum begnügen und tanze im Wettkampf erstmals auf größerem Raum.

Einen hohen Leistungs-Anspruch hat Klotz neben dem Spaß-Aspekt dennoch für die meisten Gruppen ihre Vereins formuliert: " Alle sollen wissen, dass wir hier Wettkampfgruppen mit einem gewissen Niveau haben." So werden Formationen zwischen sechs und 16 Personen einstudiert - mit Erfolg: Wie die baldige Trainerin Daniela Schmidt sagt, unterstreichen die guten Resultate in der Wettkampfrunde, dass die Dieburgerinnen zu den besten Formationen Hessens gehören. Mit dem TV Münster sitzt ein großer Konkurrent in der Nachbarschaft, mit dem sich die Dance Company am 9. Mai bei "Hessen-Cup" in der Schlossgartenhalle messen will - auch um Verein und den Sport einem großen Publikum zu präsentieren.

2010-01-09 DiebAnz Steppender Hahn im Korb der Tanzfabrik
Quelle: Dieburger Anzeiger (9. Januar 2010)



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